Buckfast Belegstellen Annaburger Heide

Die Buckfast Belegstellen Annaburger Heide 1 (anbh) und Annaburger Heide 2 (ahro) werden in der Annaburger Heide mit 10 km Entfernung (Luftlinie) betrieben. Die Belgstelle Annaburger Heide 1 ist seit Jahren etabliert. Die Belegstelle Annaburger Heide 2 (ahro) ist im Jahr 2025 dazu gekommen.
Lage der Buckfast Belegstellen
Im Norden grenzt das Vogelschutzgebiet Annaburger Heide an. Die mit Wald durchwachsene Heide bietet Schutz gegen die Witterungseinflüsse. Der Wald ist mit Lichtungen durchsetzt, die Landbelegstellen befindet sich am Rande einer dieser mehrere Hektar großen Lichtungen und ein in Nachbarschaft fliesender Bach sorgt im Hochsommer für ausreichend Wasser.
Die Distanz zum nächsten frei zugänglichen Ort, außerhalb des Sperrgebietes, beträgt über 10 km (Schutzradius). Durch diese Distanz entfällt weitestgehend ein zu Flug von Fremddrohnen aus der Umgebung und die Königinnen suchen keine entfernten Drohnensammelplätze auf.
Die Annaburger Heide ist imkerliches Niemandsland, da außer der Heide, im August / September keine nennenswerten Trachten zu erwarten sind. Das setzt aber auch voll gefüllte Futterkammern bei Anlieferung der Begattungseinheiten voraus. Das Gebiet im Umkreis von ca. 12 km wird überwiegend forstwirtschaftlich genutzt.
Auf unseren Buckfast Landbelegstellen ist der zu Flug von Fremddrohnen durch, entsprechend großen Drohnendruck begrenzt. Dieser Zustand wird durch die Aufstellung ausreichend vieler Drohnenvölker der gleichen Zuchtrichtung erreicht. Die besonders auf Drohnenmasse gepflegten Völker erzeugen so einige tausend Drohnen, um die Begattungsergebnisse auf den Buckfast Belegstellen sicherzustellen.
Zur Aufstellung bevorzugen wir Mehrwaben Begattungskästen wie Kiehler, Apidea, Mini-Plus usw. wer EWK´s benutzen möchte, muss die benötigte Schutzhäuschen dazu mit Anliefern. Die Begattungseinheiten müssen mit ausreichend Bienen versehen sein. Zur Anmeldung bevorzugt werden die Mitglieder des Landesverband Sachsen, Varroaresistenzzucht e.V.
Anlieferung und Abholung, der Bienenköniginnen, in Frankenberg für anbh u. ahro bei
Belegstellenleiter, Imkerei Dietmar Uhlemann
Gunnersdorfer Str. 4
09669 Frankenberg
Tel.: 0151 27509800
Anlieferung: Freitags: 17°° bis 19°° Uhr oder nach Vereinbarung
Abholung: Samstag zwischen 17°° - 19°° Uhr
Mail:
Internet: www.buckfast-belegstelle.de
Termine
Anlieferung: jeweils freitags, 23.05.26 bis 25.07.26 von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Abholung: jeweils samstags,06.06.26 bis 08.08.26 von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Direktanlieferung an Buckfast Belegstellen
Treffpunkt für die Direktanlieferung zur Buckfast Belegstelle (anbh und ahro) ist gegenüber des Sportplatzes in Löben Ortsausfahrt in Richtung Meuselko.
Anlieferung: Sa. 7:00 Uhr
Koordinaten für Navi (Karte) 51°45'43.7"N 13°04'49.4"E
Lieferung und Abholung außerhalb dieser Zeiten sind nur in Ausnahmefällen und Kostenübernahme möglich.
Hinweis zur Anlieferung der Königinnen
Wir bitten um Verständnis, dass es den Züchtern nicht möglich ist, die Buckfast Belegstellen in der Annaburger Heide, aufgrund der notwendigen Durchfahrt-Genehmigungen, direkt aufzusuchen.
Abholung gegen 11:00 bis 12:30 Uhr: Alte Züllsdorfer Str. in 04886 Beilrode OT. Zwethau (am Friedhof)
Sammeltransporte Begattungseinheiten aus Raum Berlin
Auch dieses Jahr werden wieder von Olaf Schwerdtfeger Sammeltransporte aus dem Gebiet Berlin / Brandenburg zur Buckfast Belegstelle Annaburger Heide durchgeführt.
Termine:
Anlieferung: 23.05.26; 06.06.26; 20.06.26; 04.07.26 und 18.07.26
Abholung: 06.06.26; 20.06.26; 04.07.26; 18.07.26 und 01.08.26
Die Einzelheiten der Übernahme und Abholung sind mit Olaf Schwertfeger abzusprechen.
Unsere Buckfast Belegstelle steht grundsätzlich allen interessierten Königinnenzüchtern offen. Gleichgültig ob Linienzucht oder Kreuzungszucht vorgesehen ist. Gerne sehen wir auch Königinnenzüchter anderer Bienenrassen, wie Carnica oder dunkle Bienen, die mit einer Anpaarung gute Wirtschaftsköniginnen erhalten. Wir bitten um konsequentes Beachten der üblichen Regeln und Vorschriften, wie auf Belegstellen üblich, um die Vorlage eines Gesundheitszeugnisses. Annahme der Begattungseinheiten ausschließlich nach vorheriger Anmeldung.
Zusätzlich nimmt der Verein an dem durch die GdeB Organisierten Sammeltransport zu allen Belegstellen Deutschlands teil.
Sa 20.06.2026
Zentraler Sammeltransport zu den Buckfast Belegstellen der GdeB
Die GdeB bzw. einige Landesverbände planen einen zentralen Sammeltransport mit insgesamt 6 Routen aus allen Teilen Deutschlands und zum Verteilen an alle Teilnehmenden Belegstellen Deutschlandweit.
Der Plan: Jede Route sammelt Begattungseinheiten ein, die dann an einen zentralen Ort in Kassel gebracht werden. Da werden die Begattungseinheiten aufgeteilt und in die Fahrzeuge geladen, die diese dann auf der Rücktour auf die unterschiedlichen Belegstellen verteilen. So könnte ein Züchter aus Sachsen (unsere Route - Dresden - Chemnitz - Jena - Eisenach - Kassel) 10 Begattungseinheiten mitgeben und davon 2 nach Baltrum - 2 ins Karwendel - 3 nach Leyhörn und 3 nach Taubensuhl, natürlich nur ein Beispiel.
Die Anmeldung auf der Belegstelle ist von jedem Züchter selbst vorzunehmen.
Weitere Informationen zum Sammeltransport folgen
Warum Bienenzucht über die Vaterseite auf der Buckfast Belegstellen?
Um unsere Bienenvölker, der Apis mellifera, auf eine wirtschaftlich gesunde Basis zu halten und sicherzustellen, dass sie überhaupt überleben, kann es zusammenfassend nur ein übergeordnetes züchterisches Kriterium geben:
Mit möglichst wenig Aufwand starke Bienenvölker aufzubauen, die aufgrund ihrer Volksstärke und ihres Sammeleifers gute Erträge erbringen!
Auf Belegstellen können problemlos viele tausend Königinnen begattet werden. Diese Stückzahlen über eine künstliche Besamung zu schaffen, ist wesentlich arbeits- und kostenintensiver. Das eine braucht das andere jedoch nicht auszuschließen, sondern muss sich sinnvoll ergänzen. Die züchterisch aktiven deutschen Imker, gleichgültig ob Buckfastimker oder Carnikaimker, ziehen allerdings die Begattung ihrer Königinnen auf Belegstellen vor.
Von Bedeutung ist, bei der natürlichen Begattung, dass nur die stärksten und vitalsten Drohnen der Königin folgen können. Das stellt eine natürliche, von Menschen unbeeinflusste, Form der Selektion dar. Allerdings ist es schwer, diesen Vorteil ohne zu Flug von Fremddrohnen zu realisieren.
Das Erreichen von Zuchtzielen mit einer hohen genetischen Erbfestigkeit wie z. B. die Reduzierung der Schwarmneigung, Varroaresistenz, Sanftmut (bearbeiten ohne Rauch und Schleier) ist aus Sicht deutscher Imker nur schwer, ohne eine gute bzw. mehrere gute Belegstellen zu erreichen. Nicht jede Königin kann von einer Belegstelle kommen, deshalb ist eine Basiszucht über die mütterliche Seite mit Standbegattung die konsequente und logische Fortsetzung der Zucht auf Belegstellen.
Ziel: viele Drohnen
Ziel einer jeden Belegstelle ist es, zu jedem Zeitpunkt der Begattungsperiode für ausreichend viele, vitale und zeugungsfähige Drohnen einer bestimmten Zuchtrichtung Sorge zu tragen. Die erfolgreiche und verantwortungsvolle Führung einer Belegstelle ist eine Aufgabe, der ein hohes Maß an imkerlicher Erfahrung und Fingerspitzengefühl voraussetzt. Der Nachteil gegenüber einer Inselbelegstelle bezüglich des zu Flugs fremder Drohnen lässt sich nach unserer Meinung gut durch den Aufbau eines hohen natürlichen Drohnendrucks ausgleichen. Wir sind inzwischen sicher, dass unsere Belegstelle bezüglich der Sicherheit alle Voraussetzungen zur züchterischen Weiterentwicklung der Buckfastbiene aufweist. Unsere Zuchterfolge sprechen für sich.
Auf einem großflächigen, windgeschützten Areal von mehreren Hektar Größe ist eine lockere Aufstellung der Begattungskästen möglich.
Die Drohnenvölker werden grundsätzlich mit Honig-Futterteig gefüttert, um etwaige Trachtlücken und Schlechtwetterperioden zu überbrücken. Die Drohnen müssen zu jedem Zeitpunkt ihres kurzen Lebens mit den Füßen im Nektar stehen! Wir gehen jedoch davon aus, dass die Versorgung mit Nektar und Pollen im eigentlichen Sommer durch eine in unmittelbarer Nähe liegende Wildwiese, und durch die angrenzenden großflächigen Waldflächen im Vogelschutzgebiet gewährleistet ist. Damit ist eine optimale Kondition unserer Drohnenvölker während der gesamten Begattungsperiode gewährleistet.
Führen der Drohnenvölker
Das Bearbeiten von Drohnenvölkern und die Führung von Wirtschaftsvölkern sind zwei völlig verschiedene Dinge. Aus diesem Grund werden die Zucht und die Produktion von Honig separat voneinander geführt. Zucht und Vermehrung lassen sich niemals mit einem maximalen Honigertrag vereinbaren! So werden beispielsweise ab Anfang April zeitlich versetzt Drohnenrähmchen ans Brutnest gehängt. Ab ca. dem 25. Mai verfügen wir dann über ausreichend Drohnen verschiedener Altersstufen. Die Benutzung des Absperrgitters zum Honigraum verbietet sich, um den Freiern während längerer Schlechtwetterperioden Schutz vor aggressiven älteren Damen zu bieten. Selbstverständlich verbleibt ein Teil des Honigs bei den Völkern. Anfang Juli werden alle Drohnenvölker entweiselt, die Drohnen dürfen sich dann bis Ende Juli/Anfang August einer besonders guten Pflege erfreuen. Da uns danach die Begattungsergebnisse nicht mehr überzeugt haben, schließen wir die Belegstelle ab Ende Juli.
Ein weiteres entscheidendes Kriterium für das erfolgreiche Funktionieren einer Belegstelle ist die Anzahl der aufgestellten Begattungseinheiten in Relation zu den Drohnenvölkern. Bei uns werden lediglich 20 Begattungseinheiten / Königinnen pro Drohnenvolk gleichzeitig aufgestellt. Drohnen können nie genug auf einer Belegstelle sein! Anders gesagt, es dürfen zu keinem Zeitpunkt zu viele Begattungseinheiten aufgestellt werden.
Die Belegstellen in der Annaburger Heide werden auf Kosten und Rechnung der Imkerei Uhlemann betrieben
Die Bedrohung durch die Asiatische Hornisse übertrifft die Bedrohung durch die Varroamilbe, können wir damit umgehen?
Referent: Jonas Frey 2. Vorsitzender Imkerverein Merzig hat sich bereit erklärt seine Erfahrungen in der Bekämpfung und dem Imkern mit der Bedrohung durch die asiatische Hornisse vorzustellen.
Jonas Frey wird mit seinen Erfahrungen einige irrige Meinungen berichtigen und uns den nötigen Vorlauf verschaffen, um auch in Zukunft erfolgreich Imkern zu können. Trotz alledem wird das Eintreffen der Hornisse ein K.-o.-Kriterium für einige Imkerpraktiken und hoffentlich nicht für Imker sein.
Überblick Inhalte des Vortrages zur Vespa Velutina.
- Erkennen der asia. Hornisse sowie ihrer Nester
- Gefahrenabwehr/Vermeidung von Gefahren in der Öffentlichkeit
- Befallskontrolle (Dochtgläser/Locktöpfe)
- Defensive Maßnahmen am Bienenstand (Maulkörbe etc.)
- Nötige Anpassung der Betriebsweise aufgrund asia. Hornisse
- Nestsuche (manuell, Wärmebildkamera, Drohne usw.)
- Offensive Maßnahmen gegen die asia. Hornisse (Selektive Fallen im Frühjahr, Ausblick auf die nächsten Jahre)
- Nestbekämpfung/Vernichtung (Schutzanzüge, Ausrüstung, rechtliche Aspekte)
Bitte leitet diese Einladung auch weiter an die Mitglieder eures Ortsvereines, der Stadtverwaltung (Bauhof) und der Feuerwehr in eurem Wohnort. Aber auch Jäger und Landwirte sind Betroffene der Vespa Velutina.
Informationen über die asiatische Hornisse

Wie sieht die asiatische Hornisse aus?
Die Hornisse unterscheidet sich deutlich von unserer europäischen Hornisse. Insbesondere sind hier die gelben Beine der asiatischen Hornisse ein markanter Unterschied.
Wie sehen die Nester der asiatischen Hornisse aus?
Die asiatische Hornisse baut 2 Arten von Nestern. Das erste Nest, das sogenannte Primärnest, wird in der Zeit von April bis ca. Mitte Juni gebaut und erreicht in etwa die Größe eines Fußballs. Ab Mitte Juni baut die asiatische Hornisse Sekundär- bzw. "Final"-Nester. Diese können bis zu 80 cm breit und 1,20 Meter lang werden.
Den Nestern sollte man sich auf keinen Fall näher als 10 Meter nähern, da ansonsten eine hohe Gefahr eines Angriffs besteht!
Bild © saarla
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Anfragen und Anregungen bitte direkt an den Vorstand stellen.
- Details
- Geschrieben von: duhlemann
- Kategorie: Allgemeine Richtlinien und Vorgaben
Zuchtordnung des Landesverband Sachsen, Varroaresistenzzucht e.V. (LSV)
Angelehnt an:
die Richtlinien des Zuchtwesens des D.I.B. ( Zuchtordnung 2021 ) und
die Zuchtordnung der Gemeinschaft der europäischen Buckfastimker
1. Aufgaben / Zuchtziel
Der LSV fördert eine flächendeckende Verbreitung von auf Leistung und Varroaresistenz ausgelesenen Bienenvölkern aller Rassen. Dies wird durch eine sorgfältige Prüfung und Auslese von Zuchtvölkern mit wertvollem Erbgut und vollständiger Zuchtregistratur, sowie deren planmäßige Vermehrung und Anpaarung erreicht. Zuchtziel sind Bienenvölker, die sanftmütig, leistungsstark, schwarmträge, vital und krankheitsfest sind. Das Auslesemerkmal Varroaresistenz wollen wir in möglichst viele Zuchtlinien integrieren, um die genetische Vielfalt zu bewahren. Diese Bienenpopulationen sollen an die jeweiligen Umweltbedingungen gut angepasst sein. Durch die Möglichkeit einer schnelleren Bearbeitung kann eine wirtschaftliche Bienenhaltung gewährleistet werden.
Weiterhin sind wir bestrebt, neue Erkenntnisse in der Bienenzucht zu erlangen und mit Hilfe von Forschungseinrichtungen die Genetik der Honigbiene zu untersuchen. Die dabei gewonnenen Ergebnisse sollen uns dabei helfen, die Zuchtarbeit zu verbessern.
Wichtig ist auch die Weiterbildung der Bienenzüchter und –halter, um neue Erkenntnisse in der Zuchtpraxis umsetzen zu können. Hierfür sind regelmäßig Schulungen und Zusammenkünfte zu planen.
Weiterhin wird die Zusammenarbeit mit an SMR-/VSH-Zucht interessierten Verbänden angestrebt bzw. vertieft.
2. Zuständigkeiten bei den Zuchtaufgaben
Der LSV wählt oder ernennt einen Zuchtkoordinator bzw. einen Zuchtobmann für die Planung und Koordinierung der Zuchtaufgaben im Verband.
Den Ortsgruppen bleibt die organisatorische Gestaltung des Zuchtwesens in ihrem Bereich überlassen, jedoch sollte jede Zuchtpopulation Berücksichtigung finden.
Der Vorstand des LSV ist für die Anerkennung der Züchter und Belegstellen / Besamungsstellen sowie die Körung von Zuchtvölkern und Zuchtlinien geographischer Rassen verantwortlich.
3. Zuchtmaterial
Die Zucht erfolgt im Rahmen anerkannter Zuchtpopulationen. Diese können
- auf der Basis einer nach bestimmten Körpermerkmalen und / oder Nutzungseigenschaften stabilisierenden Selektion innerhalb einer geographischen Rasse oder
- durch Kombination mehrerer geographischer Rassen und nachfolgender stabilisierender Selektion nach bestimmten Merkmalen und / oder Nutzungseigenschaften (Zuchtrasse) entstanden sein.
- Zuchtpopulationen müssen über eine ausreichende Völkerzahl verfügen, damit der Fortbestand über mehrere Generationen sichergestellt werden kann.
Das in Verkehr gebrachte Bienenmaterial darf bei der Kreuzung mit der Landbiene zu keiner Verschlechterung der Verhaltenseigenschaften führen. Für neu anzuerkennende Zucht-populationen muss der Nachweis hierfür erbracht werden.
4. Zuchtmethoden
Die Zucht kann auf folgende Weise erfolgen:
4.1 Reinzucht und Linienzucht
Reinzucht und Linienzucht dienen der Erhaltung der erzielten Zuchtfortschritte. Mittels einer engen Verwandtschaftspaarung oder dem wechselseitigen Verpaaren von verwandten Linien werden wertvolle Eigenschaften konzentriert, intensiviert und stabilisiert. Die Paarung erfolgt auf anerkannten Belegstellen oder durch anerkannte Besamungsstellen.
4.2 Kreuzungszucht
Zucht von Königinnen aus selektierten Muttervölkern einer Zuchtpopulation/Rasse und ihre Paarung mit Drohnen aus selektierten Drohnenvölkern einer anderen Zuchtpopulation / Rasse. Die Paarung erfolgt auf anerkannten Belegstellen oder durch anerkannte Besamungsstellen. Kreuzungszucht zielt auf die Nutzung von Heterosiseffekten und dient nur nach intensiver Zuchtauslese und Stabilisierung zur Bildung einer neuen Zuchtpopulation.
4.3 Kombinationszucht
Die Kombinationszucht zählt zu den Reinzuchtverfahren. Hierbei wird nach Einkreuzung einer neuen Zuchtpopulation oder der Kombination mehrerer Zuchtpopulationen in stabilisierender Selektion auf bestimmte Merkmale und / oder Nutzungseigenschaften gezüchtet. Die Paarung erfolgt auf anerkannten Belegstellen oder durch anerkannte Besamungsstellen.
4.4 Kontrollierte Vermehrungszucht
Zucht von Königinnen aus selektierten Muttervölkern. Die Paarung kann auf beliebige Weise erfolgen. Die Vermehrungszucht dient nicht zur Fortführung einer Zuchtpopulation.
4.5 Mögliche andere Zuchtwege und Zuchtverfahren
Für spezielle Fragestellungen oder zum Erreichen besonderer Zuchtziele oder Zwischenziele sind unter Umständen Zuchtwege oder Zuchtverfahren notwendig, welche von den vorgenannten Zuchtwegen abweichen. Diese Zuchtverfahren sind als Sonderzuchten zu deklarieren und bei der Zuchtbuchführung entsprechend zu kennzeichnen. Sonderzuchten stellen die Ausnahme in der Zucht dar und können durch den Zuchtausschuss anerkannt und aberkannt werden.
5. Zuchtregistratur
Die Führung einer Zuchtregistratur ist Grundlage einer erfolgreichen Zuchtarbeit. Diese hat in einer Datenbank zu erfolgen. Geeignete Datenbanken sind z.B.:
- BeeBreed (vom Länderinstitut Hohen-Neuendorf)
- Pedigree Datenbank (von der Gesellschaft der europäischen Buckfastimker)
6. Bewertung der Leistungsmerkmale
Die Zuchtauslese erfolgt auf Grundlage von regelmäßigen Bewertungen der Völker und gegebenenfalls bei geografischen Rassen zusätzlich nach genetischen und/oder optischen Rassemerkmalen.
Ab dem Zeitpunkt, an dem Zuchtköniginnen von ihren eigenen Bienen umgeben sind, werden die Leistungsmerkmale des Volkes regelmäßig überprüft und notiert. Diese Aufzeichnungen werden spätesten Ende des Jahres als Zusammenfassung in die Zuchtdatenbank übertragen. Es gibt rassespezifische Leistungsmerkmale, diese sind in der Zuchtordnung:
für Buckfast für Carnica und andere geografische Rassen
- Vitalität der Bienen - Sanftmut
- Vitalität der Brut - Wabensitz
- Sanftmut - Hygieneverhalten
- Wabenstetigkeit - Frühjahrsentwicklung
- Schwarmträgheit - Volksstärke
- Fruchtbarkeit - Schwarmtrieb
- Honigertrag im Frühjahr - Honigertrag
- Honigertrag im Sommer - Angaben zur Varroaresistenz
- Honigertrag Spättracht
- Anwendung von Wirrbau - Überwinterung
- Anwendung von Propolis - Krankheiten
- Angaben zur Varroaresistenz
- Überwinterung
- Hygieneverhalten
Bewertungsskala: 1 bis 6 Punkte Bewertungsskala: 1 bis 4 Punkte mit Kommastelle
1 = niedrig, 6 = hoch 1 = niedrig, 4 = hoch
7. Fremdbewertung von Königinnen
Um die Leistungsmerkmale besser vergleichen und einordnen zu können, werden Fremdbewertungen durch andere Imker oder Prüfbetriebe empfohlen. Dies kann als verdeckter oder offener Königinnentausch erfolgen. Die Einweiselung der Königinnen beim bewertenden Imker bzw. Prüfbetrieb sollte bis Mitte Juli erfolgen, damit die Völker rechtzeitig Einwinterungsstärke erreichen und die Königinnen im Winter von ihren eigenen Arbeiterinnen umgeben sind.
8. Abgabe von Nachzuchten
Für die Abgabe von Nachzuchten aus registriertem Zuchtmaterial gilt folgendes:
8.1 Die Abgabe erfolgt durch anerkannte Züchter.
8.2 Den Nachzuchtköniginnen sind Zuchtkarten beizugeben. Auf den Zuchtkarten sind mindestens folgende Angaben zu machen:
Für Belegstellen-/ künstlich besamte Königinnen:
- unverwechselbare Markierung (Opalith Plättchen mit individueller Kennzeichnung)
- Mutter
- Drohnenlinie
- Geburtsjahr der Königin
- Art der Verpaarung
- Stammbaum als öffentliche Einsicht in der Zuchtdatenbank
- Adresse des Züchters
Für F1- und Wirtschaftsköniginnen:
- Mutter
- Geburtsjahr der Königin
- Stammbaum der Mutter als öffentliche Einsicht in der Zuchtdatenbank
- Adresse des Züchters/ Vermehrers
Für beide Zuchtkarten gilt folgendes:
Der Züchter oder Vermehrer bescheinigt mit seiner Unterschrift die Richtigkeit der Angaben. Für die Abgabe von Nachzuchten darf das Logo des LSV verwendet werden. Das Logo ist Bestandteil der Zuchtkarten.
9. Anerkennung als Züchter (laut Zuchtordnung des LSV)
Anerkannte Züchter müssen erfahrene Imker sein, die die Grundlagen der Aufzucht und der Züchtung in Theorie und Praxis beherrschen und den züchterischen Wert eines Volkes beurteilen können.
Zur Anerkennung als Züchter des LSV müssen alle folgenden Kriterien erfüllt sein:
- als Grundvoraussetzung müssen Pedigrees über mindestens 3 Generationen geführt werden
- die Königinnen sind nach guter fachlicher Praxis zu „produzieren“
- alle Königinnen sind mit der jeweiligen Jahresfarbe und individuellen Beschriftung zu zeichnen.
- die kontrollierten Anpaarungen bzw. Nachzuchten sind zu bewerten und einer Leistungsprüfung zu unterziehen
- Pedigrees und Ergebnisse der Leistungsprüfungen sind bis Jahresende in der jeweiligen Zuchtdatenbank festzuhalten
- regelmäßiger Besuch von Lehrgängen
10. Belegstellen
Belegstellen sind ein wichtiger Bestandteil in der Königinnenzucht und sind DAS Element zur Verbreitung der Genetik von wertvollem Zuchtmaterial. Sie unterliegen deshalb einem besonderen Schutz und bedürfen einer sorgfältigen Führung.
Sichere Belegstellen sind Naturräume (Inseln, Hochgebirgsplätze, Landpartien), die einen Zuflug von Fremddrohnen „ausschließen“ bzw. aufgrund einer besonderen geographischen Lage einen Belegstellenbetrieb ermöglichen. Die Eröffnung bzw. Anerkennung von Belegstellen des LSV erfolgt in Absprache mit den dafür zuständigen Behörden.
10.1 Eine Anerkennung sowie Aberkennung einer Belegstelle des LSV erfolgt durch den Vorstand des LSV.
10.2 Die Anerkennung einer neuen Belegstelle bedarf der Prüfung der Paarungssicherheit. Zur Anerkennung ist ein formloser Antrag beim Vorstand einzureichen. Diesem Antrag ist eine Karte mit Schutzradien, den möglichen Stellplätzen für Begattungseinheiten und Drohnenvölkern sowie ein Testprotokoll zur Paarungssicherheit oder ein genetischer Nachweis der angepaarten Weiseln beizufügen. Falls im Schutzradius andere Bienenstände vorhanden sind, ist eine namentliche Liste der Imker mit der Anzahl der Völker beizufügen.
10.3 Bei berechtigtem Zweifel an der Paarungssicherheit einer bestehenden Belegstelle des LSV kann der Zuchtausschuss auf eine erneute Prüfung der Paarungssicherheit bestehen.
10.4 Den Betrieb der Belegstelle regelt die jeweilige Belegstellenordnung
10.5 Der Belegstellenleiter erstellt einen Belegstellenbericht rückwirkend für das abgelaufene Jahr mit folgenden Angaben
- Liste der Imker, deren Bienenstöcke sich zur Zuchtzeit im Schutzbereich befunden haben (aus der Aufstellung muss die Anzahl aller Völker und der auf die entsprechende Zuchtpopulation umgeweiselten Völker ersichtlich sein)
- Angaben zu der/den Drohnenlinie(n) mit Pedigree und Anzahl der Drohnenvölker
- Anzahl der aufgestellten Begattungseinheiten, gesamt und aufgelistet nach Durchgängen
- Begattungsergebnisse in Prozent, gesamt und aufgelistet nach Durchgängen
- Der Belegstellenbericht ist spätestens eine Woche vor der Züchtertagung des Folgejahres dem Zuchtkoordinator schriftlich zu übergeben.
11. Besamungsstellen
In der Zucht gewinnt die künstliche Besamung immer mehr an Bedeutung. Speziell in der Varroaresistenzzucht ist mit der künstlichen Besamung ein Zuchtfortschritt wesentlich schneller und sicherer zu erreichen.
11.1 Eine Anerkennung sowie Aberkennung von Besamungstechnikern bzw. Besamungsstellen des LSV erfolgt durch den Vorstand des LSV.
Voraussetzungen für diese Anerkennung sind:
- nachgewiesene Beherrschung der Technik des Besamungsverfahrens
- Verwendung eines Besamungsbuches.
11.2 Der Besamungsstellenleiter erstellt einen Besamungsstellenbericht rückwirkend für das abgelaufene Jahr mit folgenden Angaben:
- Angaben zu der/den Drohnenlinie(n) mit Pedigree
- Anzahl der Besamungen mit Angabe der Methode (SDI/MDI/Vollbesamung/…)
- Besamungsergebnisse in Prozent. Der Besamungsstellenbericht ist spätestens eine Woche vor der Züchtertagung des Folgejahres dem Zuchtkoordinator schriftlich zu übergeben.
12. Körwesen für geografische Zuchtpopulationen
Körung ist die Anerkennung der Nachzuchtwürdigkeit eines Bienenvolkes. Für die einzelnen Zuchtpopulationen sind die jeweiligen Zuchtziele und Merkmale festzulegen. Die Standards der anerkannten Zuchtpopulationen sind im Anhang aufgeführt.
Die Körung erfolgt als:
- Zuchtvolk (zur Nachzucht von Königinnen)
- Selektionsvolk mit SDI/MDI-besamter Königin
- Drohnenvolk (zur Erzeugung von Drohnen)
12.1 Voraussetzung für die Körung
12.1.1 Körung als Zuchtvolk (2a-Volk)
Nachweise sind zu erbringen für
- Abstammung
- Eigenleistung
- Geschwisterleistung
12.1.1.1 Abstammung
Auf dem Abstammungsnachweis des Körscheines müssen zwei Vorfahrengenerationen vollzählig aufgeführt werden. Diese Völker sollen gekört sein oder es müssen entsprechende Leistungs- und Eigenschaftsnachweise vorliegen.
Eine Merkmalsuntersuchung oder DNA-Analyse oder sonstige Methode zur sicheren Identifikation der Zuchtpopulation dient der Überprüfung der Reinpaarung und damit der Abschätzung der Erbsicherheit. Sie ist somit Bestandteil der Körung.
12.1.1.2 Eigenleistung
Die Bewertung der Honigleistung und der Eigenschaften erfolgt frühestens nach einem Prüfjahr gemäß dem Punkt 6. der Zuchtordnung „Bewertung der Leistungsmerkmale“. Ausnahme stellt die Körung als Selektionsvolk dar.
12.1.1.3 Geschwisterleistung
Honigleistung und Eigenschaften aller geprüften Geschwister gleicher Anpaarung (mindestens fünf) sind entsprechend nachzuweisen. Hierzu sollen auch Völker auf anderen Ständen mit einbezogen werden.
12.1.2 Körung als Selektionsvolk, mit SDI/MDI-besamter Königin
erfolgt im Schlupfjahr wie unter 12.1.1, ab dem Zeitpunkt, an dem die Zuchtköniginnen von ihren eigenen Bienen umgeben sind, mit folgender Einschränkung:
- die Eigenleistung wird nur auf die Kriterien SMR/VSH, Sanftmut und Wabensitz geprüft
- für die Geschwisterleistung können unterschiedliche Anpaarungen verwendet werden, es sollten mindestens 4 Königinnen miteinander verglichen werden
12.1.3 Körung als Drohnenvolk (1b-Volk)
Voraussetzungen für die Körung als Drohnenvolk sind
- Nachweis der Körung des Muttervolkes
- Nachweis der Merkmale (siehe Anhang)
12.2 Körbefund
Alle erforderlichen Angaben werden im Körschein dokumentiert. Das Ergebnis der Körung wird angegeben. Die Körung wird durch den Beauftragten der jeweiligen Zuchtpopulation ausgesprochen. Er kann zusätzlich eine weitergehende Beurteilung im Körschein vornehmen.
Der LSV nutzt zur zentralen Erfassung der Körscheine die BeeBreed-Datenbank des LIB.
Sind die Angaben unvollständig oder zweifelhaft, ist die Körung abzulehnen.
12.2.1 Körung als Zuchtvolk / Selektionsvolk
Die Körung wird ausgesprochen als
- Klasse AV
Auf Varroatoleranz ausgelesen. Uneingeschränkt nachzuchtwürdig und zur Verwendung als 4a-Volk auf stark frequentierten Belegstellen geeignet
▪ 6 Geschwisterköniginnen geprüft, ausnahmsweise Sicherheit des Leistungsindex ≥ 0,35
▪ 2 Varroamerkmale geprüft, Varroazuchtwert größer 100
▪ Leistungsindex größer 100
▪ 2 Vorfahrengenerationen müssen gekört sein
- Klasse A
Uneingeschränkt nachzuchtwürdig und zur Verwendung als 4a-Volk auf stark frequentierten Belegstellen geeignet
▪ 6 Geschwisterköniginnen geprüft, ausnahmsweise Sicherheit des Leistungsindex ≥ 0,35
▪ Alle herkömmlichen Zuchtwerte größer 100
▪ 2 Vorfahrengenerationen müssen gekört sein
- Klasse B
Nachzuchtwürdig
▪ 6 Geschwisterköniginnen geprüft, ausnahmsweise Sicherheit des Leistungsindex ≥ 0,35
▪ Leistungsindex größer 100
▪ 2 Vorfahrengenerationen müssen gekört sein
- Klasse P
Verwendung nur für Probezuchten.
Nachkommen dieser Völker dürfen nicht in Verkehr gebracht werden.
12.2.2 Körung als Drohnenvolk
Die Körung als Drohnenvolk wird ausgesprochen, wenn
- sein Muttervolk gekört ist
- die Merkmale dem Standard der Zuchtpopulation entsprechen.
12.3 Abkörung
Ein Volk ist abzukören, wenn
- die Originalkönigin nicht mehr eindeutig identifiziert oder Zuchtstoff bzw. Drohnen nicht mehr sicher auf sie zurückgeführt werden können
- Leistungen und Eigenschaften der Nachkommen Zweifel an der Nachzuchtwürdigkeit aufkommen lassen
Zuchtordnung des LSV e.V. Stand Dezember 2025, Nachrangige Ordnung zur Satzung des LSV e.V.
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Die Belegstelle Nordstrandischmoor [nsm] wird vom Landesverband Schleswig-Holsteiner Buckfastimker e.V. betrieben. Sie ist auf der Neuwarft Nordstrandischmoor angesiedelt, einem Gebiet, das sich aufgrund seiner isolierten Lage im Küstengebiet der Nordsee besonders gut für die kontrollierte Anpaarungen eignet. Die Belegstelle wird bereits seit mehreren Jahren für die Buckfastzucht genutzt. Ein Dank gilt hier Gerhardt Heide, welcher sich für die Belegstelle in den letzten Jahren beim Landesverband Schleswig-Holstein und Hamburger Imker e.V. eingesetzt hat. Die Belegstelle wird seit diesem Jahr in Verantwortung von Timo Gorlicki geleitet.
Für die Saison 2025 stehen zwei Belegstellentermine auf Nordstrandischmoor zur Verfügung.
1. Durchgang: 15. Juni 2025 – 29. Juni 2025
2. Durchgang: 29. Juni 2025 – 13. Juli 2025
Auf Nordstrandischmoor dürfen zur Paarung ausschließlich Begattungskästchen der Formate Kieler, Segeberger, Mini Plus und Apidea oder vergleichbare Einheiten aufgestellt werden. Eine Aufstellung von Einwabenkästchen (EWK) ist nicht möglich. Aufgrund des besonderen Mikroklimas auf der Warft und der direkten Nordseenähe ist auf eine sturmsichere Bereitstellung der Einheiten zu achten.
Die Anlieferung / Abholung der Begattungskästchen erfolgt an der Haltesstelle der Lore am Lüttmoordamm. Nach der Ankunft werden die Kästchen verladen und es erfolgt die Überfahrt auf die Hallig Nordstrandischmoor. Die Schmalspurbahn fährt etwa 20 Minuten durch das Nordseewasser bis zur Neuwarft. Dabei können jeweils bis zu 250 Begattungseinheiten je Durchgang transportiert und aufgestellt werden. Durch diese koordinierte Anlieferung und Überfahrt wird ein reibungsloser Ablauf gewährleistet, der die Einheiten sicher zur Belegstelle transportiert. Die Anlieferung und Abholung erfolgt jeweils am Sonntag an der Haltestelle der Lohre. Weitere Details erfolgen nach der Anmeldung.
Der Landesverband Sächsischer Buckfastimker wird ein Sammeltransport zur Inselbelegstelle NSM organisieren. Ansprechpartner ist Dietmar Uhlemann (
Die Belegstellengebühr beträgt 15,00 EUR je Einheit + 7,- € für den Transport. Es werden 20 der besten Drohnenvölker von Dietmar Uhlemann Aufgestellt. Durch gezielte Zuchtmaßnahmen und die Förderung von Varroa-toleranten Bienenvölkern wird die Belegstelle zukünftig ihren Beitrag zur Bekämpfung der Varroamilbe und zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit der Bienenvölker in Schleswig-Holstein und darüber hinaus leisten.
Drohnenlinien 2025 auf Nordstrandischmoor
Zur genetischen Absicherung und Qualitätssteigerung wird im Jahr 2025 die Drohnenlinien B17(DSU)21 auf Nordstrandischmoor eingesetzt. Diese Linie zeichnet sich durch herausragende Eigenschaften und eine hohe Selektion im Bereich der Varroa-Toleranz aus. Durch die sehr guten SMR-Werte besteht eine hohe Fähigkeit zur Unterdrückung der Varroa-Fortpflanzung. Im Jahr 2024 wurden beispielhafte SMR-Ergebnisse erzielt: B17(DSU)21 zeigte mit 500 geöffneten Zellen eine Null-Milben-Präsenz. Diese Werte sind Indikatoren für eine außergewöhnliche Hygiene und Varroa-Resistenz. Näheres hierzu findet sich in der GdeB Pedigree Datenbank der Drohnenlinien.
Durch diese praxisnahe Entscheidung werden die besten Drohnenvölker für die Anpaarung im Sommer genutzt. Diese Linie ist in den wesentlichen Eigenschaften wie Sanftmut, Ertrag, Varroa-Toleranz und Schwarmträgheit mit mindestens 5 bewertet. Die hohe Bewertungsstufe und die spezielle Zucht auf Varroa-Toleranz machen Nordstrandischmoor zu einer idealen Wahl für Imker, die ihre Völker in diesen Aspekten gezielt verbessern möchten. Die Drohnenlinie unterliegt der Open-Source-Beebreeding-Lizenz (OSB-Lizenz) der Apimondia. Das Pedigree der Drohnenlinien geht in langer Linie auf Paul Jungels zurück.
B17(DSU)21 = .21 - B18(DSU)19mdi anbh M7(IMR)19sdi [20 dr.c.] :
.19 - ilv.B441(PJ)18sdi mdi M307(DSU)18sdi [1 dr.c.] :
.18 - B623(PJ)17sdi sdi B11(PJ)16sdi [1 dr.c.] :
Weitere Informationen zur Drohnenlinie, dem Link folgen.
Ein gültiges amtstierärztliches Gesundheitszeugnis ist vor der Anlieferung digital zu übermitteln. Auf absolute Drohnenfreiheit und auf ein sichtbar angebrachtes Drohnenabsperrgitter (5,2mm) ist zu achten.
